Arbeitsmarktintegration: Brandenburg unterstützt Arbeitskräfte sowie Unternehmen
Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent - Arbeitsminister René Wilke unterstreicht Bedeutung internationaler Fach- und Arbeitskräfte für den Brandenburger Arbeitsmarkt
- Erschienen am - PresemitteilungDie Arbeitsmarktzahlen für März 2026 liegen vor. Die Arbeitslosenquote sinkt leicht im Vergleich zum vorherigen Monat und liegt für März nun bei 6,5 Prozent, der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. In Brandenburg sieht Arbeitsminister René Wilke in Menschen mit Berufsbildung und Studienabschlüssen aus dem Ausland eine besondere Chance. Dafür engagiert sich das Land für weitre drei Jahre im „Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung“. Ziel des aus ESF-, Bundes und Landesmitteln finanzierten Programms ist die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit ausländischer Qualifikation.
Arbeitsminister René Wilke: „Internationale Arbeits- und Fachkräfte sind ein unverzichtbarer Pfeiler für den Arbeitsmarkt in Brandenburg. Gerade in den Gesundheitsfachberufen, den akademischen Heilberufen und den sozialen Berufen wird der Bedarf an Fach- und Arbeitskräften aus dem Ausland auch künftig hoch bleiben. Deshalb engagieren wir uns als Land mit Nachdruck dafür, die Arbeitsmarktintegration vor Ort auf beiden Seiten erfolgreich zu begleiten – indem wir die Menschen, die zu uns kommen ebenso unterstützen wie die Unternehmen, in denen die Menschen Anstellung finden.“
Fünf der sieben IQ-Projekte in Brandenburg bieten Beratung, Begleitung und Qualifizierung für Menschen mit ausländischer Qualifikation: „IQ Kompass“ und „Station: Fachkraft“ begleiten zum Beispiel auf dem Weg zur Anerkennung in den Gesundheitsfachberufen, den akademischen Heilberufen und den sozialen Berufen oder zur vollen Gleichwertigkeit im dualen Bereich. Für unterhalb ihrer ausländischen Qualifikation Beschäftigte gibt es neue Mikroqualifizierungen bei „Next Step“ in den Tätigkeiten der Gastronomie und Service, Metall- und Elektrotechnik sowie für kaufmännische Berufe. Die Projekte „Skill UP“ und „Zukunft gestalten“ adressieren Menschen mit ausländischen akademischen Abschlüssen im nicht-reglementierten Bereich. Erstgenanntes bereitet mit einer fünfmonatigen Gruppenqualifizierung auf betriebswirtschaftliche Tätigkeiten vor. Das zweite Projekt bietet ein modulares Angebot mit fachspezifischen Qualifizierungen für eine Tätigkeit mit Kompetenzen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechts- und Verwaltungswissenschaften oder in MINT-Bereichen. Die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungstellen in Brandenburg haben in den vergangenen drei Jahren über 6.500 Personen mit ausländischer Qualifikation beraten.
Auch Unternehmen erhalten Unterstützung durch verschiedene Angebote: „Starke Betriebe. Gelebte Vielfalt Nord und Süd“ bietet für Unternehmen künftig landesweit Beratung zum Suchen, Finden und langfristigen Binden internationaler Arbeitnehmender. Belegschaften sowie Berufsschulen und Oberstufenzentren erhalten zudem Workshops im Rahmen der betrieblichen Demokratiebildung. Die Arbeit in internationalen Teams steht dabei im Fokus.
Hintergrund:
Das „Förderprogramm IQ - Integration durch Qualifizierung“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit ausländischen Qualifikationen. Es wird aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Brandenburg finanziert. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Website des Angebots: https://www.brandenburg.netzwerk-iq.de
Aus dem Arbeitsmarktbericht:
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im März 2026 in Brandenburg 88.967 Menschen arbeitslos, davon 37.670 Frauen (42,3 Prozent) und 51.297 Männer (57,7 Prozent). Das sind 1.630 Personen weniger als im Februar und 1.331 mehr als im März 2025.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 3,6 Prozent auf 1.997 gesunken. Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent auf 31.761 gestiegen.