Minister Wilke: „Farbe gegen Queerfeindlichkeit bekennen!“
Hissung der Regenbogenfahne zum IDAHOBIT 2026
- Erschienen am - PresemitteilungMit dem Hissen der Regenbogenfahne vor dem Brandenburger Landtag und dem Gleichstellungsministerium in Potsdam setzen Gleichstellungsminister René Wilke, Staatssekretär Dr. Johannes Wagner und die Landesgleichstellungsbeauftragte Dr. Uta Kletzing am kommenden Montag (18. Mai) ein klares Signal gegen Diskriminierung, Gewalt, Hass und Ausgrenzung von LSBTIQ*-Personen sowie für die Anerkennung und Wertschätzung gelebter sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Anlass ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT), der alljährlich am 17. Mai begangen wird. Queerfeindlichkeit werde man mit aller Entschlossenheit entgegentreten, sagt Wilke bei der Veranstaltung am Landtag, an der auch Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke teilnahm.
Gleichstellungsminister René Wilke: „In Zeiten zunehmender queerfeindlicher Übergriffe ist es wichtiger denn je, Haltung – und im Wortsinn – Farbe zu bekennen. Die Landesregierung steht konsequent für den Schutz und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. Doch die Verantwortung dafür, dass Brandenburg auch weiterhin ein liebens- und lebenswertes Land bleibt, ein Land des gegenseitigen Respekts und der Toleranz, tragen wir alle. Die Bekämpfung von Queerfeindlichkeit ist eine Aufgabe, der wir uns als gesamte Gesellschaft stellen müssen. Dafür, dass Lesben, Schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen – alle für die die Abkürzung LSBTIQ* steht – selbstbestimmt und ohne Diskriminierung leben können, setzen wir ein deutlich sichtbares Zeichen! Lassen Sie uns zusammen dafür sorgen, dass diese Botschaft gelebter Alltag in Brandenburg wird!“
Dr. Uta Kletzing, Landesgleichstellungsbeauftragte Brandenburg: „Gleichstellungspolitik zielt auf Geschlechterverhältnisse ohne Über- und Unterordnung, ohne Stereotypen, Abwertung, Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt. Damit stehe ich als Landesgleichstellungsbeauftragte auch an der Seite von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen und unterstütze sie im Kampf um Sichtbarkeit, Anerkennung und gegen Diskriminierung und Gewalt, beispielsweise im Rahmen des Aktionsplans Queeres Brandenburg. Auch der Koalitionsvertrag steht sehr deutlich für die Bekämpfung von Queerfeindlichkeit und verpflichtet zu Gleichstellungspolitik als Querschnittsaufgabe – innerhalb der Landesverwaltung wie in der Breite des Landes.“
Ein wesentliches Instrument der Landesregierung zur Stärkung der gesellschaftlichen Gleichstellung und Akzeptanz von LSBTIQ*-Personen ist der Aktionsplan Queeres Brandenburg. Er enthält rund 100 ressortübergreifende Maßnahmen in acht Handlungsfeldern, die zur Bekämpfung von Diskriminierung beitragen und die Lebenssituation von LSBTIQ*-Personen spürbar verbessern sollen. Eine konsequente Umsetzung des Aktionsplans ist Bestandteil des Koalitionsvertrags.
Vom MASGZ werden innerhalb des Aktionsplans unter anderem folgende Projekte gefördert:
- „Regenbogenfamilien in Brandenburg stärken!“ des BLSB bzw. LSVD e.V. Das Projekt bietet Informationen, Vernetzungs- und Beratungsangebote für Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen. Auch Fortbildungen für Fachkräfte werden angeboten.
- „MILES – Projekt für die rechtliche und sozialpsychologische Unterstützung queerer Geflüchteter“ des BLSB bzw. LSVD e.V.
- Ein Projekt des Vereins Queeres Netzwerk Neuruppin e.V. mit dem Fokus auf die Vernetzung kommunaler Strukturen und zivilgesellschaftlicher Initiativen, vor allem in Nordwest-Brandenburg.
- Die Fachstelle für geschlechtliche & sexuelle Vielfalt des Vereins AndersARTIG e.V. mit Netzwerktreffen für alle CSD-Initiativen im Land Brandenburg, zudem Beratung von Personen, Initiativen und Vereinen.
Darüber hinaus unterstützt das MASGZ in diesem Jahr aktuell fünf der insgesamt 25 geplanten Pride- und CSD-Veranstaltungen im Land Brandenburg mit einer finanziellen Förderung.
Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (IDAHOBIT) wird seit 2005 jährlich am 17. Mai als Aktionstag begangen. Das Datum nimmt Bezug auf den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen hatte, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen.