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Gesundheitsminister René Wilke ruft zur Impfung auf

- Erschienen am 27.09.2026 - Presemitteilung 090/2026

Vor dem Start der diesjährigen Grippesaison ruft Gesundheitsminister René Wilke alle Brandenburgerinnen und Brandenburger dazu auf, sich rechtzeitig gegen saisonale virale Atemwegserreger impfen zu lassen. Insbesondere Risikogruppen wie ältere oder chronisch kranke Menschen sollten mit den Impfungen gegen Influenza (Grippe), RSV, Pneumokokken und Corona nicht warten, damit schwere Krankheitsverläufe wirksam vermieden werden könnten, so der Minister. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren gesunkenen Impfquoten im Land Brandenburg.

Als „Grippesaison“ (Saison der akuten respiratorischen Atemwegserkrankungen) wird der Zeitraum von der 40. Kalenderwoche bis zur 20. Kalenderwoche des folgenden Jahres bezeichnet. In der zurückliegenden Grippesaison 2025/2026 wurden im gesamten Land Brandenburg 12.802 bestätigte Influenza-Infektionen gemeldet (im Zeitraum Anfang Oktober 2025 bis Mitte Mai 2026). In der Grippesaison 2024/2025 waren es 18.719. 

Nach einem Höhepunkt während der Corona-Pandemie in der Grippesaison 2020/21, als sich 65,1 Prozent der über 60-Jährigen gegen Influenza impfen ließen, ging die Impfquote in dieser Bevölkerungsgruppe Jahr für Jahr weiter zurück und lag in der Saison 2024/2025 bei lediglich 48,6 Prozent. 

Gesundheitsminister René Wilke: „Influenza ist keine harmlose Erkrankung, sie kann schwere Verläufe verursachen. Gerade ältere Menschen sollten sich dies bewusst machen. Angesichts fünfstelliger Fallzahlen von Grippeerkrankungen bei zuletzt wieder stetig abnehmender Impfbereitschaft appelliere ich daher eindringlich an die Brandenburgerinnen und Brandenburger: Nehmen Sie die akuten Atemwegserkrankungen ernst. Lassen Sie sich jetzt impfen, schützen Sie Ihre Gesundheit und die Ihrer Familie!“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung ab Oktober bis Mitte Dezember insbesondere folgenden Personengruppen:

  • Allen Personen ab 60 Jahren
  • Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel (Trimenon), bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon
  • Chronisch Erkrankten
  • Bewohnerinnen und Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt Lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen gefährden können
  • Personen mit erhöhter Gefährdung (z.B. medizinisches Personal)
  • Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Personen, die privat oder arbeitsbedingt einen häufigen, regelmäßigen und direkten Kontakt zu z.B. Schweinen, Geflügel, Wildvögeln (frei und gehalten) und Robben haben und/oder tätig sind in z.B. Nutztierhaltungen, Zoos und Tierparks, Tierheimen oder Auffangstationen, Tierarztpraxen sowie Schlachthöfen.

Mediziner raten bereits im Herbst – idealerweise zwischen Oktober und Dezember – zu Schutzimpfungen gegen virale Atemwegserreger, beispielsweise Grippe, damit der volle Impfschutz rechtzeitig aufgebaut werden kann. Das dauert in der Regel zehn bis 14 Tage.

Der Influenza-Impfstoff (Grippe) wird jedes Jahr angepasst. Informationen hierzu sowie den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts abrufbar: https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/influenza-grippe/influenza-node.html  

Die Grippeschutzimpfung kann gemäß STIKO-Empfehlung auch zeitgleich mit einer Corona-(Auffrischungs-)Impfung verabreicht werden. Die Immunisierung wird von vielen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt, daher sollte man am besten seine Hausärztin oder seinen Hausarzt kontaktieren.

Mehr Informationen zur Grippeschutzimpfung unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Influenza/FAQ_Liste_Impfempfehlung.html#entry_16870876