Landesgleichstellungsbeauftragte Dr. Kletzing eröffnet LesBI*Schwule T*our in Potsdam
- Erschienen am - PresemitteilungGemeinsam werben für Vielfalt und ein buntes Brandenburg: Zum 28. Mal ist am heutigen Samstag die LesBI*Schwule T*our in Brandenburg gestartet. Die vom Landesverband AndersARTIG e.V. organisierte Aktion wirbt unter dem Motto „Brandenburg bleibt bunt!“ für die Akzeptanz queerer Lebensweisen und tourt in diesem Jahr durch die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Ziel der Antidiskriminierungskampagne ist es, in den Tour-Regionen Brandenburgs mit den Menschen über die Vielfalt der Lebensweisen ins Gespräch zu kommen und auf diese Weise Vorurteile abzubauen. Die Auftaktveranstaltung heute in Potsdam wurde von der Landesgleichstellungsbeauftragten Dr. Uta Kletzing eröffnet. Weitere Stationen sind Perleberg, Kyritz, Wittenberge, Wittstock/Dosse und Pritzwalk. Gleichstellungsminister René Wilke besucht die Tour am 3. September in Wittstock/Dosse.
Landesgleichstellungsbeauftragte Dr. Uta Kletzing: „Die Landesregierung steht konsequent für den Schutz und die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. Der Koalitionsvertrag bekennt sich sehr deutlich für die Bekämpfung von Queerfeindlichkeit und verpflichtet zu Gleichstellungspolitik als Querschnittsaufgabe. Gleichstellungspolitik zielt auf Geschlechterverhältnisse ohne Über- und Unterordnung, ohne Stereotypen, Abwertung, Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt. Damit stehe ich als Landesgleichstellungsbeauftragte auch an der Seite von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen und unterstütze den Kampf um Sichtbarkeit, Anerkennung und gegen Diskriminierung und Gewalt.“
Die LesBI*Schwule T*our findet seit 1998 statt und wird seitdem auch vom Verein AndersARTIG e.V. organisiert. Sie führt jedes Jahr durch eine andere Region Brandenburgs. An den jeweiligen Tour-Stationen werden Infostände aufgebaut, darüber hinaus werden die Besucherinnen und Besucher mit Aufklärungs-, Fortbildungs- und kulturellen Veranstaltungen zur Diskussion und zum Austausch eingeladen. Ziel ist es, nicht zuletzt in ländlich geprägten Regionen Vorurteile und Berührungsängste abzubauen und für die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensentwürfe zu werben. Gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus soll damit ein klares Zeichen dafür gesetzt werden, dass lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ*) Menschen in Brandenburg als Teil der Gesellschaft akzeptiert werden und ohne Angst vor Gewalt und Diskriminierung leben können.
Das deutschlandweit einmalige Projekt wird aus dem Etat des „Aktionsplans Queeres Brandenburg“ des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ) mit 10.000 Euro gefördert. Mit dem Aktionsplan setzt die Landesregierung ein klares Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Seine Maßnahmen sollen die Lebenssituation queerer Personen in Brandenburg hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Gleichstellung und Anerkennung verbessern und zur Bekämpfung von Diskriminierung beitragen.
Weitere Informationen zur LesBI*Schwulen T*our: https://www.brandenburg-bleibt-bunt.de/
Weitere Informationen zum „Aktionsplan Queeres Brandenburg“: https://masgz.brandenburg.de/masgz/de/themen/frauen-und-gleichstellung/queere-lebensweisen/