Arbeitsmarktzahlen: Arbeitsstaatssekretärin Dr. Haase unterstreicht Bedeutung beruflicher Weiterbildung
- Erschienen am - PresemitteilungDie Arbeitsmarktzahlen für Juni 2026 liegen vor. Die Arbeitslosenquote sinkt leicht im Vergleich zum vorherigen Monat und liegt nun bei 6,3 Prozent. Dieser leichte Rückgang lässt sich ebenfalls für das gesamte zweite Quartal beobachten (April: 6,5 Prozent, Mai: 6,4 Prozent).
Arbeitsstaatssekretärin Dr. Friederike Haase erklärte dazu: „Auch in Zeiten von Strukturwandel und Transformation zeigt sich der Brandenburger Arbeitsmarkt weiterhin robust. Während in anderen deutschen (Industrie-)Regionen Arbeitslosigkeit zunimmt und Beschäftigung sinkt, erlebt Brandenburg bislang eine andere Entwicklung. Das ist unter anderem Ausdruck unserer breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur.
Eine der zentralen Herausforderungen für die Betriebe in der Mark bleibt jedoch weiterhin der Fachkräftemangel. Er ist keine reine Prognose mehr, sondern längst Realität in den Unternehmen. Umso mehr gilt es, die Passungsprobleme zwischen Qualifikations- und Anforderungsniveau durch Weiterbildung auszugleichen. Daher freue ich mich sehr, dass wir mit dem Zukunftszentrum Brandenburg eine Unterstützungsstruktur für alle an Weiterbildung interessierten Unternehmen und Beschäftigten in Brandenburg haben.“
Das Zukunftszentrum Brandenburg unterstützt kostenfrei Beschäftigte, (Solo-)Selbstständige sowie Betriebe aller Branchen mit einem breiten Angebotsportfolio bei demografischen, digitalen und ökologischen Veränderungen. Im besonderen Fokus stehen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in ländlichen Regionen sowie Handwerks- und Pflegebetriebe. Dazu berät es kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und entwickelt Weiterbildungskonzepte direkt im Betrieb. Das Zukunftszentrum Brandenburg schließt mit seinen Angeboten damit eine zentrale Lücke im Weiterbildungsbereich. Mehr Informationen: https://www.zukunftszentrum-brandenburg.de/
Die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen spiegelt sich in den aktuellen Konjunkturberichten zur Lage des Handwerks der Handwerkskammern (HWK) Ostbrandenburg, Potsdam und Cottbus. Auch im Bereich Handwerk bleibt die Beschäftigungsentwicklung weitestgehend stabil, jedoch beschäftigen externe Einflüsse wie steigende Kosten und schwache Investitionstätigkeit die Betriebe. Um externen Transformationsanforderungen gerecht zu werden, hilft auch hier das Zukunftszentrum Brandenburg als Unterstützungsstruktur für die Branche Handwerk.
Aus dem Arbeitsmarktbericht:
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Juni 2026 in Brandenburg 85.441 Menschen arbeitslos, davon 36.497 Frauen (42,7 Prozent) und 48.944 Männer (57,3 Prozent). Das sind 952 Personen weniger als im Mai und 205 mehr als im Juni 2025.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 6,0 Prozent auf 8.240 gestiegen. Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter ab 50 Jahre aufwärts ist im Vergleich zum Vorjahr mit 30.414 (plus 14) nahezu gleichgeblieben.