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Minister Wilke sucht Austausch mit „Gemeinsam in Jüterbog“

Auf dem Weg, den Zusammenhalt in Brandenburg auszuloten und zu stärken, kommt man am besonderen Spannungsfeld Migration und Integration nicht vorbei. Das sieht auch Minister René Wilke so: Für seinen dritten Besuch im Rahmen von „Festgehalten – was uns zusammenhält“ hat er bei „Gemeinsam in Jüterbog“ angeklopft….

Symbolbild für den 3. Termin der Reihe festgehalten

Auf dem Weg, den Zusammenhalt in Brandenburg auszuloten und zu stärken, kommt man am besonderen Spannungsfeld Migration und Integration nicht vorbei. Das sieht auch Minister René Wilke so: Für seinen dritten Besuch im Rahmen von „Festgehalten – was uns zusammenhält“ hat er bei „Gemeinsam in Jüterbog“ angeklopft….


Das Minister-Bild

Die Engagierten unterstützen seit Jahren Geflüchtete auf vielfältige Weise im Integrationsprozess und setzen sich für eine menschenfreundliche und weltoffene Atmosphäre in der Stadt ein. Beste Voraussetzungen, um über Zusammengehörigkeit, Solidarität und Stimmungen vor Ort zu reden! - Über jahrelange Erfahrungen und nicht wenige Herausforderungen... Erste Gesprächseindrücke erreichen uns wie immer via Sprachnachricht inklusive Foto vom Minister selbst.

Die Engagierten unterstützen seit Jahren Geflüchtete auf vielfältige Weise im Integrationsprozess und setzen sich für eine menschenfreundliche und weltoffene Atmosphäre in der Stadt ein. Beste Voraussetzungen, um über Zusammengehörigkeit, Solidarität und Stimmungen vor Ort zu reden! - Über jahrelange Erfahrungen und nicht wenige Herausforderungen... Erste Gesprächseindrücke erreichen uns wie immer via Sprachnachricht inklusive Foto vom Minister selbst.

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Im Sinne der Barrierefreiheit – Transkript

Dritter Termin im Rahmen von "Festgehalten, was uns zusammenhält". 

Diesmal ging es nach Jüterbog, zu "Gemeinsam in Jüterbog". Eine Initiative, die es schon seit einigen Jahren gibt und aus der Flüchtlingshilfe entstanden ist, aber sich nochmal deutlich geweitet hat in den letzten Jahren.

Das Motto: 'Heimatverbunden und Weltoffen' hat für mich gut zusammengefügt, wofür die Initiative auch steht, beides in Einklang zu bekommen und ganz besonders hängengeblieben ist mir eine Frau, die gesagt hat, sie ist zu dem Verein und zu der damaligen Flüchtlingshilfe gekommen, weil sie Angst vor den Fremden hatte. Und hat sich entschieden, diese Angst zu überwinden, indem sie hingeht und ist seitdem, seit vielen Jahren bei der Hilfe mit aktiv.

Und was es mit dem sympathischen Mann auf dem Foto auf sich hat, erzähle ich dann im Recap.

Dritter Termin im Rahmen von "Festgehalten, was uns zusammenhält". 

Diesmal ging es nach Jüterbog, zu "Gemeinsam in Jüterbog". Eine Initiative, die es schon seit einigen Jahren gibt und aus der Flüchtlingshilfe entstanden ist, aber sich nochmal deutlich geweitet hat in den letzten Jahren.

Das Motto: 'Heimatverbunden und Weltoffen' hat für mich gut zusammengefügt, wofür die Initiative auch steht, beides in Einklang zu bekommen und ganz besonders hängengeblieben ist mir eine Frau, die gesagt hat, sie ist zu dem Verein und zu der damaligen Flüchtlingshilfe gekommen, weil sie Angst vor den Fremden hatte. Und hat sich entschieden, diese Angst zu überwinden, indem sie hingeht und ist seitdem, seit vielen Jahren bei der Hilfe mit aktiv.

Und was es mit dem sympathischen Mann auf dem Foto auf sich hat, erzähle ich dann im Recap.


Der Rückblick

Was Minister Wilke vor Ort besonders überrascht, berührt oder irritiert hat? Was er aus diesen Terminen für sich, die Menschen in Brandenburg und den gesellschaftlichen Zusammenhalt mitnimmt? Einige Tage nach den Besuchsterminen und mit etwas Zeit zur Reflexion berichtet er über seine Begegnungen.

Was Minister Wilke vor Ort besonders überrascht, berührt oder irritiert hat? Was er aus diesen Terminen für sich, die Menschen in Brandenburg und den gesellschaftlichen Zusammenhalt mitnimmt? Einige Tage nach den Besuchsterminen und mit etwas Zeit zur Reflexion berichtet er über seine Begegnungen.

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Im Sinne der Barrierefreiheit – Transkript

Ich war in Jüterbog, bei "Gemeinsam in Jüterbog", einem Verein, der sich schon seit vielen Jahren engagiert, aus der Flüchtlingshilfe mal entstanden ist und jetzt das Portfolio noch mal etwas geweitet hat.

---Integration/Migration---
Ja, ich glaube schon, dass Migration/Integration nach wie vor eines der großen Zusammenhaltsthemen ist und das fordert uns ja heraus, zu sagen, was wir wollen, dafür, dass Gesellschaft funktioniert, was wir von anderen erwarten und zugleich auch zu definieren, was wir auch akzeptieren an anders sein, an neuen Impulsen. Das challenged beide Seiten.

---Erfahrungsberichte---
Am Anfang gab es schon noch eine Welle der Solidarität und natürlich nehmen die auch wahr, dass sich das über die Zeit verändert hat, die sind aber an Bord geblieben, trotz mancher Rückschläge und trotz auch mancher Anfeindungen. Aber was man ganz klar sagen muss, es gibt ja immer diese Vorbehalte: Leute, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, die finden das irgendwie alles nur super und toll und sind da undifferenziert in der Herausforderung von Migration/Integration. Das war gar nicht so, überhaupt gar nicht. Wir haben auch über meine Grundsatzrede gesprochen, die dort sehr viel, auch wohlwollende Akzeptanz fand, vieles konnten die auch bestätigen. Die waren auch der Auffassung: Integration ist Arbeit von beiden Seiten. Und das muss organisiert sein, das muss auch handhabbar bleiben. Und das war auch spannend zu erleben, dass sie, also dass manche Vorurteile, die es so, gerade vom politisch rechten Spektrum gibt, sind völliger Quatsch. Man muss einfach nur ins Gespräch kommen.

---Fotos---
Ja, die Fotoauswahl war tatsächlich erneut schwer, weil wir in so einer Gesprächssituation auch natürlich gefangen waren. Dann war nur noch ganz wenig Zeit. Mittlerweile habe ich da für mich auch, also hab mich verabschiedet von dem Gedanken, dass es jetzt darum geht, da vor allen Dingen primär irgendwie tolle Fotos zu machen, sondern die Situation ein bisschen aus meiner Brille quasi zu skizzieren, ist, glaube ich, eher der Ansatz. Und der Mann auf dem Foto ist selber Geflüchteter und ist auch bei diesem Verein jetzt schon lange mit dabei, hat auch damals mitgemacht, bei der Aktion, wo diese Bänke gebaut wurden, und lebt im Landkreis, lebt auch in Jüterbog jetzt wieder. Und mit dem habe ich vor allen Dingen diskutiert über die Frage, wie sehr möchte er ein Stück seiner Kultur behalten und wie viel deutscher möchte er werden? Und dass er sich beständig auch in diesem Spannungsfeld befindet, dass Integration, und er spricht toll Deutsch, arbeitet, wie gesagt, und so weiter, er möchte Teil dieser Gesellschaft werden und auch akzeptiert werden und möchte daher auch Deutscher werden, aber hat natürlich auch Wurzeln und sagt sich, Mensch, da ist ja auch viel Spannendes dabei, was ich hier auch einbringen kann, und möchte das auch nicht in Gänze aufgeben. Und das fand ich eine ganz spannende Perspektive von jemandem, das mal so geschildert zu bekommen, der sich in diesem Spannungsfeld befindet.

---Ängste---
In der Sprachnachricht hatte ich ja schon von der Frau erzählt, die vor allen Dingen aus Angst zur Flüchtlingshilfe damals gekommen ist. Sie hat diese fremden Menschen gesehen und die sahen anders aus und so und da hat sie sich, da hat sie Angst gehabt, hat sie da ganz klar gesagt und wollte diese Angst überwinden, indem sie dann in Kontakt gegangen ist, weil sie wissen wollte, wie sind die und sich mit ihren Vorurteilen auch auseinandersetzen wollte und auch mit ihren Ängsten. Und aus diesem Überwinden und nicht verhaftet bleiben in den Vorurteilen und Ängsten ist dann jemand geworden, der Brücken gebaut hat und dazu beigetragen hat, dass Menschen die Hand gereicht bekommen und Möglichkeiten hier erhalten, die ohne ehrenamtliches Engagement schwierig gewesen wären und hat sowohl für sich als auch für ihr Umfeld, als auch für Menschen, die zugewandert sind, tatsächlich einen großen Beitrag zum Zusammenhalt geleistet. Und das finde ich auch ein gutes Beispiel, weil das haben wir alle auch in uns: Ängste, Vorurteile, Sorgen und diese Ermutigung, dass es für das Zusammenwachsen und Zusammenleben von uns total hilfreich ist und da manchmal nicht nur zu hinterfragen, sondern auch zu challengen und zu sagen: Hey, dem stelle ich mich jetzt mal und überprüfe mein Vorurteil und meine Angst und gucke, spüre dem sozusagen nach, ob das so berechtigt ist. Das kann auf jeden Fall Brücken bauen.

Ich war in Jüterbog, bei "Gemeinsam in Jüterbog", einem Verein, der sich schon seit vielen Jahren engagiert, aus der Flüchtlingshilfe mal entstanden ist und jetzt das Portfolio noch mal etwas geweitet hat.

---Integration/Migration---
Ja, ich glaube schon, dass Migration/Integration nach wie vor eines der großen Zusammenhaltsthemen ist und das fordert uns ja heraus, zu sagen, was wir wollen, dafür, dass Gesellschaft funktioniert, was wir von anderen erwarten und zugleich auch zu definieren, was wir auch akzeptieren an anders sein, an neuen Impulsen. Das challenged beide Seiten.

---Erfahrungsberichte---
Am Anfang gab es schon noch eine Welle der Solidarität und natürlich nehmen die auch wahr, dass sich das über die Zeit verändert hat, die sind aber an Bord geblieben, trotz mancher Rückschläge und trotz auch mancher Anfeindungen. Aber was man ganz klar sagen muss, es gibt ja immer diese Vorbehalte: Leute, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, die finden das irgendwie alles nur super und toll und sind da undifferenziert in der Herausforderung von Migration/Integration. Das war gar nicht so, überhaupt gar nicht. Wir haben auch über meine Grundsatzrede gesprochen, die dort sehr viel, auch wohlwollende Akzeptanz fand, vieles konnten die auch bestätigen. Die waren auch der Auffassung: Integration ist Arbeit von beiden Seiten. Und das muss organisiert sein, das muss auch handhabbar bleiben. Und das war auch spannend zu erleben, dass sie, also dass manche Vorurteile, die es so, gerade vom politisch rechten Spektrum gibt, sind völliger Quatsch. Man muss einfach nur ins Gespräch kommen.

---Fotos---
Ja, die Fotoauswahl war tatsächlich erneut schwer, weil wir in so einer Gesprächssituation auch natürlich gefangen waren. Dann war nur noch ganz wenig Zeit. Mittlerweile habe ich da für mich auch, also hab mich verabschiedet von dem Gedanken, dass es jetzt darum geht, da vor allen Dingen primär irgendwie tolle Fotos zu machen, sondern die Situation ein bisschen aus meiner Brille quasi zu skizzieren, ist, glaube ich, eher der Ansatz. Und der Mann auf dem Foto ist selber Geflüchteter und ist auch bei diesem Verein jetzt schon lange mit dabei, hat auch damals mitgemacht, bei der Aktion, wo diese Bänke gebaut wurden, und lebt im Landkreis, lebt auch in Jüterbog jetzt wieder. Und mit dem habe ich vor allen Dingen diskutiert über die Frage, wie sehr möchte er ein Stück seiner Kultur behalten und wie viel deutscher möchte er werden? Und dass er sich beständig auch in diesem Spannungsfeld befindet, dass Integration, und er spricht toll Deutsch, arbeitet, wie gesagt, und so weiter, er möchte Teil dieser Gesellschaft werden und auch akzeptiert werden und möchte daher auch Deutscher werden, aber hat natürlich auch Wurzeln und sagt sich, Mensch, da ist ja auch viel Spannendes dabei, was ich hier auch einbringen kann, und möchte das auch nicht in Gänze aufgeben. Und das fand ich eine ganz spannende Perspektive von jemandem, das mal so geschildert zu bekommen, der sich in diesem Spannungsfeld befindet.

---Ängste---
In der Sprachnachricht hatte ich ja schon von der Frau erzählt, die vor allen Dingen aus Angst zur Flüchtlingshilfe damals gekommen ist. Sie hat diese fremden Menschen gesehen und die sahen anders aus und so und da hat sie sich, da hat sie Angst gehabt, hat sie da ganz klar gesagt und wollte diese Angst überwinden, indem sie dann in Kontakt gegangen ist, weil sie wissen wollte, wie sind die und sich mit ihren Vorurteilen auch auseinandersetzen wollte und auch mit ihren Ängsten. Und aus diesem Überwinden und nicht verhaftet bleiben in den Vorurteilen und Ängsten ist dann jemand geworden, der Brücken gebaut hat und dazu beigetragen hat, dass Menschen die Hand gereicht bekommen und Möglichkeiten hier erhalten, die ohne ehrenamtliches Engagement schwierig gewesen wären und hat sowohl für sich als auch für ihr Umfeld, als auch für Menschen, die zugewandert sind, tatsächlich einen großen Beitrag zum Zusammenhalt geleistet. Und das finde ich auch ein gutes Beispiel, weil das haben wir alle auch in uns: Ängste, Vorurteile, Sorgen und diese Ermutigung, dass es für das Zusammenwachsen und Zusammenleben von uns total hilfreich ist und da manchmal nicht nur zu hinterfragen, sondern auch zu challengen und zu sagen: Hey, dem stelle ich mich jetzt mal und überprüfe mein Vorurteil und meine Angst und gucke, spüre dem sozusagen nach, ob das so berechtigt ist. Das kann auf jeden Fall Brücken bauen.