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Minister besucht Lehnitz Connect

Was bedeutet das Ende der Schulzeit für das Leben und den Zusammenhalt junger Erwachsener? Was verändert sich, was gibt ihnen Halt? Einen Aufschlag zur Beantwortung dieser Frage macht Minister René Wilke im Rahmen seiner dauerhaften Besuchsreihe „Festgehalten – was uns zusammenhält“ am Volleyplatz bei der Oranienburger Initiative „Lehnitz Connect“.

Das Foto zeigt Minister Wilke und ein Foto des Vereins Lehnitz Connect

Was bedeutet das Ende der Schulzeit für das Leben und den Zusammenhalt junger Erwachsener? Was verändert sich, was gibt ihnen Halt? Einen Aufschlag zur Beantwortung dieser Frage macht Minister René Wilke im Rahmen seiner dauerhaften Besuchsreihe „Festgehalten – was uns zusammenhält“ am Volleyplatz bei der Oranienburger Initiative „Lehnitz Connect“.


Das Minister-Bild

Das ehrenamtliche Begegnungs- und Beteiligungsprojekt „Lehnitz Connect“ schafft Orte der analogen Begegnung für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. Gedacht als Idee für den Oranienburger Ortsteil Lehnitz, verbindet die Initiative nach nur wenigen Monaten bereits Menschen aus dem gesamten Landkreis Oberhavel. Mit einem Foto sowie einer Sprachnachricht lässt Minister Wilke die Menschen unmittelbar nach seinem Austausch mit den Engagierten vor Ort an ersten Eindrücken teilhaben.

Das ehrenamtliche Begegnungs- und Beteiligungsprojekt „Lehnitz Connect“ schafft Orte der analogen Begegnung für junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. Gedacht als Idee für den Oranienburger Ortsteil Lehnitz, verbindet die Initiative nach nur wenigen Monaten bereits Menschen aus dem gesamten Landkreis Oberhavel. Mit einem Foto sowie einer Sprachnachricht lässt Minister Wilke die Menschen unmittelbar nach seinem Austausch mit den Engagierten vor Ort an ersten Eindrücken teilhaben.

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Im Sinne der Barrierefreiheit – Transkript

Heute war ich Volleyball spielen... na gut , eigentlich habe ich nicht gespielt, sondern andere haben gespielt. Aber ich war ganz nah dran! Und es ging auch noch um sehr viel mehr als um Volleyballspielen. Und ich freu mich sehr davon zu erzählen, denn das war heute mal wieder eine total spannende Erfahrung. Lohnt sich auf jeden Fall, glaube ich, das Recap zu sehen. Bis bald!

Heute war ich Volleyball spielen... na gut , eigentlich habe ich nicht gespielt, sondern andere haben gespielt. Aber ich war ganz nah dran! Und es ging auch noch um sehr viel mehr als um Volleyballspielen. Und ich freu mich sehr davon zu erzählen, denn das war heute mal wieder eine total spannende Erfahrung. Lohnt sich auf jeden Fall, glaube ich, das Recap zu sehen. Bis bald!


Der Rückblick

Was Minister Wilke vor Ort besonders überrascht, berührt oder irritiert hat? Was er aus diesen Terminen für sich, die Menschen in Brandenburg und den gesellschaftlichen Zusammenhalt mitnimmt? Einige Tage nach den Besuchsterminen und mit etwas Zeit zur Reflexion berichtet er über seine Begegnungen.

Was Minister Wilke vor Ort besonders überrascht, berührt oder irritiert hat? Was er aus diesen Terminen für sich, die Menschen in Brandenburg und den gesellschaftlichen Zusammenhalt mitnimmt? Einige Tage nach den Besuchsterminen und mit etwas Zeit zur Reflexion berichtet er über seine Begegnungen.

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Im Sinne der Barrierefreiheit – Transkript

Ich war in Oranienburg, genauer gesagt in einem Ortsteil von Oranienburg, nämlich Lehnitz. Das Thema war Begegnung im realen Leben. Junge Menschen, die einen Ort sich geschaffen haben oder mehrere Orte sich geschaffen haben, um miteinander in Kontakt zu sein, ohne dafür ein Handy zu brauchen. Jedenfalls nicht zwingend. 

Lehnitz Connect sorgt dafür, dass mit ganz unterschiedlichen Formaten Sport, auch Spiele, Ausflüge, die gemeinsam gemacht werden, auch Diskussionen, die geführt werden über Themen, die sie aktuell bewegen ... Also ich habe mal aufgeschrieben: Picknick, Zeichnen, Spiele, sogar Party, also so verschiedene Formate. Und in diesen Formaten sorgen sie für Begegnungsmöglichkeiten. Und das ganz niedrigschwellig, auch mit ganz wenig Geld. Es gibt so ein Förderprogramm des Landkreises, 2.500 Euro fürs ganze Jahr ist das Budget. 
Und mit diesem doch recht kleinen Geld und Orten, die schon existieren, Turnhallen, die existieren, aber dann eben auch genutzt werden dafür, Sportplatz im Freien, sorgen sie für einen Begegnungsort und für das In-Kontakt-Treten-Können zwischen Menschen, auch aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Und die hätten sonst wahrscheinlich nicht zueinander gefunden. Also Orte gab es, aber diese Orte zu Begegnungsorten werden zu lassen, das ist erstmal noch eine Nummer gewesen. 
Ja, ich habe mittlerweile so ein paar Thesen aus den Besuchen bisher, die ich so für mich schon mal erkenne, als mögliche Schlussfolgerungen. Aber wir prüfen die noch weiter ab. Aber eine der Thesen, die ich habe, kann ich ja mal verraten, ist, dass wenn wir über Zusammenhalt sprechen, wir sehr schnell darüber reden, über so eine Fiktion von Zusammenhalt im ganzen Land. 
Aber mit 80 Millionen sich zusammengehalten zu fühlen, ist natürlich eine Riesenerwartung, die vielleicht auch nicht erfüllbar ist. Aber dass diejenigen, die Zusammenhalt verspüren, ihn vor allen Dingen verspüren, weil lokal etwas funktioniert und daraus ein Gefühl von bestehendem Zusammenhalt erwächst. Also das Lokale ist schon auch da der Nukleus. 
Und eine weitere These, die ich gerade so mit mir rumtrage, ist die Rolle des Staates dabei. Und auch dort ist es so, der Staat gibt ein ganz kleines bisschen Geld und er ermöglicht die Nutzung von Orten, die ohnehin da sind. Und ansonsten in der Zeit nicht genutzt werden würden. 
Also er steht nicht im Weg, sondern ermöglicht ein bisschen was. Aber es ist nicht eine staatliche Struktur, die das macht. Es sind Bürgerinnen und Bürger, die das selber machen miteinander, untereinander, selbstbestimmt. 
Und auch da hatte ich den Eindruck, ähnlich wie an anderen Stellen auch schon, dass wenn man jetzt sagen würde, der Staat organisiert das, dann wäre das schon eine ganz andere Nummer. Und manches von dem würde auch, vielleicht auch was Gutes entstehen, aber manches von dem, was entsteht, an Selbstwirksamkeit, wäre dann nicht so. Und dieses Verhältnis von bürgerschaftlichem Engagement und Selbstwirksamkeit und Erwartung an Staat und seine Wirksamkeit, das scheint mir auch etwas zu sein, wo wir weiter nachspüren müssen. Denn manchmal habe ich den Eindruck, dass an einigen Stellen der Staat sogar manches kaputt machen würde, wenn er sich zu sehr reinhängen würde und das es genau richtig ist, dass Bürgerinnen und Bürger es machen, dass dadurch auch ein Teil des großen Mehrwerts entsteht. Und das ist eine spannende Erkenntnis, wenn es dann eine sein wird, weil ja oft so der Ruf danach ist, soll doch irgendwer Personal dafür bereitstellen, Geld dafür bereitstellen und dann wird es von irgendwem gemacht und dann geht man halt dahin. Aber dieses, irgendwer macht es und man geht halt dahin, das ist anderes als wir machen es. 
Es ist unser und da passiert etwas, wo wir alle irgendwie auch Teil von sind.
Ja, also wir werden noch ein paar andere Fotos einblenden, dann sieht man vielleicht so ein bisschen die Situation, wo man auf dem Sportplatz, da war ein Calisthenics-Bereich, es war ein Fußballbereich, es war im Basketballbereich. Und das Volleyballfeld und dann war auch noch ein Bereich, wo kein Sport gemacht wurde, sondern eben diskutiert wurde. 
Und bei den Fotos habe ich schon auch versucht, dieses Volleyballspiel so ein bisschen mit einzufangen, weil es wieder so gezeigt hat, wie niedrigschwellig Sport doch auch ist als verbindendes Element, wo alle schnell andocken können, auch miteinander da einfach gut interagieren können. Sport und Kultur sind dafür super Mittel. Ja, bei den Leuten, die da zusammemgefunden haben, da war es so, wenn ich sie gefragt habe, ob sie Zusammenhalt verspüren, dann haben sie das mit Ja beantwortet, weil es diesen Ort gibt, wo sie in Verbindung zu anderen Menschen treten können, sich austauschen können. 
Da waren so tolle Sachen dabei. Ich habe zum Beispiel ein Gespräch geführt mit jemandem, der hat gesagt, naja, er ist jetzt hier an diesem Ort, weil er auch so eigene Gedanken hat, aber möchte schon noch hören, die anderen Sichten das darauf gibt, damit nicht nur einen eigenen Saft schwimmt. Der war auch ein bisschen genervt von dem Social-Media-Algorithmus und so. 
Wieder ein anderer, war ein Geflüchteter, der jetzt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt und selbstständig ist und dazu auch noch einer weiteren Arbeit nachgeht, da hab ich gefragt: Mensch, warum arbeiten sie so viel und so. Der sagte, na, ich bin jetzt noch jung und in dem Alter, wo ich noch kann, will ich möglichst viel auch beitragen und schaffen. Und mit dem habe ich mich über Deutschsein unterhalten. Das ist ja so eine Frage, der ich öfter auch nachspüre. 
Und der hat dann gesagt, Mensch, also was er in Deutschland vermisst und in seinem Land mehr kennt und eigentlich dachte, dass es so eine deutsche Tugend ist, ist Respekt vor alten Leuten. Und dann hat er gesagt, also wenn Deutschland bedeutet, auch so respektlos zu alten Leuten zu sein, dann möchte ich an der Stelle nicht deutsch sein, sondern lieber so wie das Land, aus dem ich gekommen bin, davon würde ich gerne ein Stückchen von meiner Kultur auch hier hineintragen. Zum Beispiel hat er auch gesagt, dass er auch wahrnimmt, dass er einer der Fleißigsten ist in seinem Lebensumfeld und da auch beispielgebend sein will. 
Ja, das war spannende Gespräche und das passiert halt wohl nicht am Handy, sondern diese Art von Austausch sich ins Verhältnis setzen, Diskussionen, das passiert eben nur mit der realen Begegnung.

Ich war in Oranienburg, genauer gesagt in einem Ortsteil von Oranienburg, nämlich Lehnitz. Das Thema war Begegnung im realen Leben. Junge Menschen, die einen Ort sich geschaffen haben oder mehrere Orte sich geschaffen haben, um miteinander in Kontakt zu sein, ohne dafür ein Handy zu brauchen. Jedenfalls nicht zwingend. 

Lehnitz Connect sorgt dafür, dass mit ganz unterschiedlichen Formaten Sport, auch Spiele, Ausflüge, die gemeinsam gemacht werden, auch Diskussionen, die geführt werden über Themen, die sie aktuell bewegen ... Also ich habe mal aufgeschrieben: Picknick, Zeichnen, Spiele, sogar Party, also so verschiedene Formate. Und in diesen Formaten sorgen sie für Begegnungsmöglichkeiten. Und das ganz niedrigschwellig, auch mit ganz wenig Geld. Es gibt so ein Förderprogramm des Landkreises, 2.500 Euro fürs ganze Jahr ist das Budget. 
Und mit diesem doch recht kleinen Geld und Orten, die schon existieren, Turnhallen, die existieren, aber dann eben auch genutzt werden dafür, Sportplatz im Freien, sorgen sie für einen Begegnungsort und für das In-Kontakt-Treten-Können zwischen Menschen, auch aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Und die hätten sonst wahrscheinlich nicht zueinander gefunden. Also Orte gab es, aber diese Orte zu Begegnungsorten werden zu lassen, das ist erstmal noch eine Nummer gewesen. 
Ja, ich habe mittlerweile so ein paar Thesen aus den Besuchen bisher, die ich so für mich schon mal erkenne, als mögliche Schlussfolgerungen. Aber wir prüfen die noch weiter ab. Aber eine der Thesen, die ich habe, kann ich ja mal verraten, ist, dass wenn wir über Zusammenhalt sprechen, wir sehr schnell darüber reden, über so eine Fiktion von Zusammenhalt im ganzen Land. 
Aber mit 80 Millionen sich zusammengehalten zu fühlen, ist natürlich eine Riesenerwartung, die vielleicht auch nicht erfüllbar ist. Aber dass diejenigen, die Zusammenhalt verspüren, ihn vor allen Dingen verspüren, weil lokal etwas funktioniert und daraus ein Gefühl von bestehendem Zusammenhalt erwächst. Also das Lokale ist schon auch da der Nukleus. 
Und eine weitere These, die ich gerade so mit mir rumtrage, ist die Rolle des Staates dabei. Und auch dort ist es so, der Staat gibt ein ganz kleines bisschen Geld und er ermöglicht die Nutzung von Orten, die ohnehin da sind. Und ansonsten in der Zeit nicht genutzt werden würden. 
Also er steht nicht im Weg, sondern ermöglicht ein bisschen was. Aber es ist nicht eine staatliche Struktur, die das macht. Es sind Bürgerinnen und Bürger, die das selber machen miteinander, untereinander, selbstbestimmt. 
Und auch da hatte ich den Eindruck, ähnlich wie an anderen Stellen auch schon, dass wenn man jetzt sagen würde, der Staat organisiert das, dann wäre das schon eine ganz andere Nummer. Und manches von dem würde auch, vielleicht auch was Gutes entstehen, aber manches von dem, was entsteht, an Selbstwirksamkeit, wäre dann nicht so. Und dieses Verhältnis von bürgerschaftlichem Engagement und Selbstwirksamkeit und Erwartung an Staat und seine Wirksamkeit, das scheint mir auch etwas zu sein, wo wir weiter nachspüren müssen. Denn manchmal habe ich den Eindruck, dass an einigen Stellen der Staat sogar manches kaputt machen würde, wenn er sich zu sehr reinhängen würde und das es genau richtig ist, dass Bürgerinnen und Bürger es machen, dass dadurch auch ein Teil des großen Mehrwerts entsteht. Und das ist eine spannende Erkenntnis, wenn es dann eine sein wird, weil ja oft so der Ruf danach ist, soll doch irgendwer Personal dafür bereitstellen, Geld dafür bereitstellen und dann wird es von irgendwem gemacht und dann geht man halt dahin. Aber dieses, irgendwer macht es und man geht halt dahin, das ist anderes als wir machen es. 
Es ist unser und da passiert etwas, wo wir alle irgendwie auch Teil von sind.
Ja, also wir werden noch ein paar andere Fotos einblenden, dann sieht man vielleicht so ein bisschen die Situation, wo man auf dem Sportplatz, da war ein Calisthenics-Bereich, es war ein Fußballbereich, es war im Basketballbereich. Und das Volleyballfeld und dann war auch noch ein Bereich, wo kein Sport gemacht wurde, sondern eben diskutiert wurde. 
Und bei den Fotos habe ich schon auch versucht, dieses Volleyballspiel so ein bisschen mit einzufangen, weil es wieder so gezeigt hat, wie niedrigschwellig Sport doch auch ist als verbindendes Element, wo alle schnell andocken können, auch miteinander da einfach gut interagieren können. Sport und Kultur sind dafür super Mittel. Ja, bei den Leuten, die da zusammemgefunden haben, da war es so, wenn ich sie gefragt habe, ob sie Zusammenhalt verspüren, dann haben sie das mit Ja beantwortet, weil es diesen Ort gibt, wo sie in Verbindung zu anderen Menschen treten können, sich austauschen können. 
Da waren so tolle Sachen dabei. Ich habe zum Beispiel ein Gespräch geführt mit jemandem, der hat gesagt, naja, er ist jetzt hier an diesem Ort, weil er auch so eigene Gedanken hat, aber möchte schon noch hören, die anderen Sichten das darauf gibt, damit nicht nur einen eigenen Saft schwimmt. Der war auch ein bisschen genervt von dem Social-Media-Algorithmus und so. 
Wieder ein anderer, war ein Geflüchteter, der jetzt aber schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt und selbstständig ist und dazu auch noch einer weiteren Arbeit nachgeht, da hab ich gefragt: Mensch, warum arbeiten sie so viel und so. Der sagte, na, ich bin jetzt noch jung und in dem Alter, wo ich noch kann, will ich möglichst viel auch beitragen und schaffen. Und mit dem habe ich mich über Deutschsein unterhalten. Das ist ja so eine Frage, der ich öfter auch nachspüre. 
Und der hat dann gesagt, Mensch, also was er in Deutschland vermisst und in seinem Land mehr kennt und eigentlich dachte, dass es so eine deutsche Tugend ist, ist Respekt vor alten Leuten. Und dann hat er gesagt, also wenn Deutschland bedeutet, auch so respektlos zu alten Leuten zu sein, dann möchte ich an der Stelle nicht deutsch sein, sondern lieber so wie das Land, aus dem ich gekommen bin, davon würde ich gerne ein Stückchen von meiner Kultur auch hier hineintragen. Zum Beispiel hat er auch gesagt, dass er auch wahrnimmt, dass er einer der Fleißigsten ist in seinem Lebensumfeld und da auch beispielgebend sein will. 
Ja, das war spannende Gespräche und das passiert halt wohl nicht am Handy, sondern diese Art von Austausch sich ins Verhältnis setzen, Diskussionen, das passiert eben nur mit der realen Begegnung.