Ergebnisse des siebten Netzwerktreffens Hitzeschutz
Am 12. Juni 2026 brachte das siebte Treffen des Zentralen Netzwerks Hitzeschutz: Hitzeaktionsplan für Brandenburg in Potsdam mehr als 70 Fachakteurinnen und Fachakteure zusammen. Vertreten waren Personen aus Landkreisen und Kommunen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, der Pflege, von Krankenkassen, Rettungsdiensten sowie aus dem Bildungs- und Sportbereich und dem Katastrophenschutz.
Im Mittelpunkt standen vier Fachvorträge sowie die Arbeit in den vier etablierten Arbeitsgruppen. Während der Arbeitsgruppenphase rückten offene Bedarfe zu ausgewählten Handlungsschritten des Leitfadens der Fachstelle zum Hitzeschutz in den Fokus. Anhand von Best-Practice-Beispielen verschiedener Akteurinnen und Akteure aus dem Netzwerk wurden mögliche Wege zur Umsetzung dieser Handlungsschritte aufgezeigt. Darüber hinaus wurden Herausforderungen diskutiert und weitere Praxisbeispiele ausgetauscht. Ergänzend erfolgte eine erneute Vorstellung der von der Fachstelle entwickelten digitalen Miro-Boards sowie ein Hinweis auf deren Nutzungsmöglichkeiten.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Zaske, Abteilungsleiter Gesundheit im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, sowie Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Abteilungsleiter Klimapolitik im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg. Die Moderation übernahm erneut Dr. Fritz Reusswig (GSF).
Den Auftakt des Fachprogramms bildete ein Vortrag von PD Dr. Holger Leerhoff (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) zum Monitoring hitzebedingter Mortalität und Morbidität in Brandenburg. Auf Grundlage umfangreicher Zeitreihen zu Temperatur-, Krankenhaus- und Sterbedaten verdeutlichte er, dass steigende Tagesdurchschnittstemperaturen und eine zunehmende Zahl an Hitzetagen mit einer erhöhten Zahl an Todesfällen und Krankenhausaufnahmen mit hitzebedingten Diagnosen einhergehen.
Es folgte ein Vortrag von Jakob Wieland (Bergische Universität Wuppertal) zu den Risiken großflächiger Stromausfälle bei Hitzeereignissen. Er zeigte auf, wie Hitze und Extremwetterereignisse Stromnetze belasten: Eine steigende Nachfrage nach Kühlung trifft auf sinkende Kapazitäten und kann dadurch zu einer Überlastung kritischer technischer Infrastrukturen führen.
Der thematische Schwerpunkt des zweiten Vortragsblocks lag auf Anpassungsmaßnahmen bei Veranstaltungen im Freien – sowohl im organisierten Sport als auch im Tourismus. Dr. med. Claudia Beckendorf (Universität Potsdam) beleuchtete die körperlichen Auswirkungen von Hitze beim Sport und stellte den Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport vor, der konkrete Empfehlungen für Sportstätten und Wettkämpfe enthält.
Anja Noffz (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) widmete sich anschließend den besonderen Herausforderungen für Open-Air-Veranstaltungen. Sie zeigte auf, dass zunehmende Hitzebelastung Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Planbarkeit gleichermaßen beeinflusst, zugleich aber Chancen bietet, den Tourismus resilienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Beide Vorträge stellten konkrete Schutzmaßnahmen und Praxisbeispiele in den Mittelpunkt.
Ein zentraler Bestandteil des Treffens war erneut die Arbeitsgruppenphase. In den vier Gruppen wurden anhand der Handlungsschritte des Leitfadens der Fachstelle zum Hitzeschutz offene Handlungsbedarfe für den Sommer 2026 identifiziert, Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Möglichkeiten zur weiteren Umsetzung diskutiert. Die Mitglieder finden diesen Austausch immer sehr nützlich und wertvoll. Darüber hinaus wurden Ideen für die Weiterentwicklung der digitalen Zusammenarbeit über die Miro-Boards gesammelt.
Diese vier Arbeitsgruppen des Netzwerks sind weiterhin fest etabliert:
- Hitzeschutz für Kommunen
- Hitzeschutz für besonders gefährdete Branchen
- Hitzeschutz für öffentliche und soziale Räume sowie Veranstaltungen
- Hitzeschutz für medizinische Einrichtungen und die Pflege
Sie möchten künftig in einer der vier Arbeitsgruppen mitwirken oder Zugang zu den digitalen Miro-Boards erhalten? Melden Sie sich gern unter: brandenburg@hitzeaktionsplan.de
Am 12. Juni 2026 brachte das siebte Treffen des Zentralen Netzwerks Hitzeschutz: Hitzeaktionsplan für Brandenburg in Potsdam mehr als 70 Fachakteurinnen und Fachakteure zusammen. Vertreten waren Personen aus Landkreisen und Kommunen, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, der Pflege, von Krankenkassen, Rettungsdiensten sowie aus dem Bildungs- und Sportbereich und dem Katastrophenschutz.
Im Mittelpunkt standen vier Fachvorträge sowie die Arbeit in den vier etablierten Arbeitsgruppen. Während der Arbeitsgruppenphase rückten offene Bedarfe zu ausgewählten Handlungsschritten des Leitfadens der Fachstelle zum Hitzeschutz in den Fokus. Anhand von Best-Practice-Beispielen verschiedener Akteurinnen und Akteure aus dem Netzwerk wurden mögliche Wege zur Umsetzung dieser Handlungsschritte aufgezeigt. Darüber hinaus wurden Herausforderungen diskutiert und weitere Praxisbeispiele ausgetauscht. Ergänzend erfolgte eine erneute Vorstellung der von der Fachstelle entwickelten digitalen Miro-Boards sowie ein Hinweis auf deren Nutzungsmöglichkeiten.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Zaske, Abteilungsleiter Gesundheit im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, sowie Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Abteilungsleiter Klimapolitik im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa des Landes Brandenburg. Die Moderation übernahm erneut Dr. Fritz Reusswig (GSF).
Den Auftakt des Fachprogramms bildete ein Vortrag von PD Dr. Holger Leerhoff (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg) zum Monitoring hitzebedingter Mortalität und Morbidität in Brandenburg. Auf Grundlage umfangreicher Zeitreihen zu Temperatur-, Krankenhaus- und Sterbedaten verdeutlichte er, dass steigende Tagesdurchschnittstemperaturen und eine zunehmende Zahl an Hitzetagen mit einer erhöhten Zahl an Todesfällen und Krankenhausaufnahmen mit hitzebedingten Diagnosen einhergehen.
Es folgte ein Vortrag von Jakob Wieland (Bergische Universität Wuppertal) zu den Risiken großflächiger Stromausfälle bei Hitzeereignissen. Er zeigte auf, wie Hitze und Extremwetterereignisse Stromnetze belasten: Eine steigende Nachfrage nach Kühlung trifft auf sinkende Kapazitäten und kann dadurch zu einer Überlastung kritischer technischer Infrastrukturen führen.
Der thematische Schwerpunkt des zweiten Vortragsblocks lag auf Anpassungsmaßnahmen bei Veranstaltungen im Freien – sowohl im organisierten Sport als auch im Tourismus. Dr. med. Claudia Beckendorf (Universität Potsdam) beleuchtete die körperlichen Auswirkungen von Hitze beim Sport und stellte den Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport vor, der konkrete Empfehlungen für Sportstätten und Wettkämpfe enthält.
Anja Noffz (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) widmete sich anschließend den besonderen Herausforderungen für Open-Air-Veranstaltungen. Sie zeigte auf, dass zunehmende Hitzebelastung Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Planbarkeit gleichermaßen beeinflusst, zugleich aber Chancen bietet, den Tourismus resilienter und zukunftsfähiger zu gestalten. Beide Vorträge stellten konkrete Schutzmaßnahmen und Praxisbeispiele in den Mittelpunkt.
Ein zentraler Bestandteil des Treffens war erneut die Arbeitsgruppenphase. In den vier Gruppen wurden anhand der Handlungsschritte des Leitfadens der Fachstelle zum Hitzeschutz offene Handlungsbedarfe für den Sommer 2026 identifiziert, Best-Practice-Beispiele vorgestellt und Möglichkeiten zur weiteren Umsetzung diskutiert. Die Mitglieder finden diesen Austausch immer sehr nützlich und wertvoll. Darüber hinaus wurden Ideen für die Weiterentwicklung der digitalen Zusammenarbeit über die Miro-Boards gesammelt.
Diese vier Arbeitsgruppen des Netzwerks sind weiterhin fest etabliert:
- Hitzeschutz für Kommunen
- Hitzeschutz für besonders gefährdete Branchen
- Hitzeschutz für öffentliche und soziale Räume sowie Veranstaltungen
- Hitzeschutz für medizinische Einrichtungen und die Pflege
Sie möchten künftig in einer der vier Arbeitsgruppen mitwirken oder Zugang zu den digitalen Miro-Boards erhalten? Melden Sie sich gern unter: brandenburg@hitzeaktionsplan.de
Monitoring der hitzebedingten Mortalität und Morbidität im Land Brandenburg
PD Dr. Holger Leerhoff – Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
PD Dr. Holger Leerhoff vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg stellte das eigens für Brandenburg und Berlin entwickelte und mittlerweile etablierte Monitoring-System zur Analyse hitzebedingter Mortalität und Morbidität vor. Grundlage bilden umfangreiche Zeitreihen unter anderem zu Temperatur-, Krankenhaus- und Sterbedaten, die auf Tagesbasis ausgewertet werden. Mit der Modellanalyse können gut die Zusammenhänge zwischen Hitzeereignissen und gesundheitlichen Auswirkungen sichtbar zu machen. Auch die zeitliche Herausgabe von amtlichen Hitzewarnungen des DWD werden dabei mitberücksichtigt. Durch den Analyseprozess der vielen vorangegangenen Jahre zeigt sich deutlich, dass steigende Jahresdurchschnittstemperaturen und eine zunehmende Zahl an Hitzetagen mit einer erhöhten Zahl an Todesfällen sowie Krankenhausaufnahmen mit hitzebedingten Diagnosen einhergehen.
PD Dr. Holger Leerhoff – Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
PD Dr. Holger Leerhoff vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg stellte das eigens für Brandenburg und Berlin entwickelte und mittlerweile etablierte Monitoring-System zur Analyse hitzebedingter Mortalität und Morbidität vor. Grundlage bilden umfangreiche Zeitreihen unter anderem zu Temperatur-, Krankenhaus- und Sterbedaten, die auf Tagesbasis ausgewertet werden. Mit der Modellanalyse können gut die Zusammenhänge zwischen Hitzeereignissen und gesundheitlichen Auswirkungen sichtbar zu machen. Auch die zeitliche Herausgabe von amtlichen Hitzewarnungen des DWD werden dabei mitberücksichtigt. Durch den Analyseprozess der vielen vorangegangenen Jahre zeigt sich deutlich, dass steigende Jahresdurchschnittstemperaturen und eine zunehmende Zahl an Hitzetagen mit einer erhöhten Zahl an Todesfällen sowie Krankenhausaufnahmen mit hitzebedingten Diagnosen einhergehen.
Großflächige Stromausfälle im Kontext von Hitzeereignissen – Risiken, Herausforderungen und Ansätze zur Teilversorgung kritischer Infrastrukturen
Jakob Wieland – Bergische Universität Wuppertal
Jakob Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal thematisierte die Risiken großflächiger Stromausfälle im Kontext von Hitzeereignissen und deren Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen. Hitze und Extremwetterereignisse können Stromnetze erheblich belasten: Eine steigende Nachfrage nach Kühlung trifft auf sinkende Netzkapazitäten und kann so zu einer Überlastung der technischen Infrastruktur führen. Darüber hinaus wurden aktuelle Forschungsansätze vorgestellt, die darauf abzielen, die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken und die Auswirkungen des Klimawandels stärker zu berücksichtigen.
Jakob Wieland – Bergische Universität Wuppertal
Jakob Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal thematisierte die Risiken großflächiger Stromausfälle im Kontext von Hitzeereignissen und deren Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen. Hitze und Extremwetterereignisse können Stromnetze erheblich belasten: Eine steigende Nachfrage nach Kühlung trifft auf sinkende Netzkapazitäten und kann so zu einer Überlastung der technischen Infrastruktur führen. Darüber hinaus wurden aktuelle Forschungsansätze vorgestellt, die darauf abzielen, die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken und die Auswirkungen des Klimawandels stärker zu berücksichtigen.
Hitze und Schutzmaßnahmen im Sport
Dr. med. Claudia Beckendorf – Universität Potsdam
Dr. med. Claudia Beckendorf erläuterte zunächst die allgemeinen sowie sportbezogenen Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper und stellte anschließend den Musterhitzeschutzplan des DOSB für den organisierten Sport vor. Ziel des Plans ist es, hitzebedingte Gesundheitsprobleme im Sport möglichst zu vermeiden. Er enthält unter anderem Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Sommermonate sowie Empfehlungen für Sportstätten und Wettkämpfe. Darauf aufbauend gab sie zahlreiche Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Hitze bei Sportveranstaltungen sowie im Trainings- und Vereinsalltag und veranschaulichte diese anhand verschiedener Praxisbeispiele.
Dr. med. Claudia Beckendorf – Universität Potsdam
Dr. med. Claudia Beckendorf erläuterte zunächst die allgemeinen sowie sportbezogenen Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper und stellte anschließend den Musterhitzeschutzplan des DOSB für den organisierten Sport vor. Ziel des Plans ist es, hitzebedingte Gesundheitsprobleme im Sport möglichst zu vermeiden. Er enthält unter anderem Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Sommermonate sowie Empfehlungen für Sportstätten und Wettkämpfe. Darauf aufbauend gab sie zahlreiche Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Hitze bei Sportveranstaltungen sowie im Trainings- und Vereinsalltag und veranschaulichte diese anhand verschiedener Praxisbeispiele.
Klimaanpassung im Tourismus – Risiken, Chancen und Anpassungsmaßnahmen für Open-Air-Veranstaltungen
Anja Noffz – TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Der Vortrag von Anja Noffz (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) fokussierte die Auswirkungen von Hitze auf den Tourismussektor und insbesondere auf Open-Air-Veranstaltungen. Zunehmende Hitzebelastung stellt sowohl für Gäste als auch für Veranstaltende ein wachsendes Risiko dar und beeinflusst Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Planbarkeit. Vorgestellt wurden konkrete Anpassungsmaßnahmen wie Verschattungsstrategien, angepasste Veranstaltungszeiten, die Bereitstellung von Trinkwasser sowie organisatorische Notfallpläne. Gleichzeitig wurde betont, dass Klimaanpassung im Tourismus nicht nur Risikomanagement bedeutet, sondern auch eine Chance bietet, resiliente und attraktive Angebote zu entwickeln.
Anja Noffz – TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Der Vortrag von Anja Noffz (TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH) fokussierte die Auswirkungen von Hitze auf den Tourismussektor und insbesondere auf Open-Air-Veranstaltungen. Zunehmende Hitzebelastung stellt sowohl für Gäste als auch für Veranstaltende ein wachsendes Risiko dar und beeinflusst Aufenthaltsqualität, Sicherheit und Planbarkeit. Vorgestellt wurden konkrete Anpassungsmaßnahmen wie Verschattungsstrategien, angepasste Veranstaltungszeiten, die Bereitstellung von Trinkwasser sowie organisatorische Notfallpläne. Gleichzeitig wurde betont, dass Klimaanpassung im Tourismus nicht nur Risikomanagement bedeutet, sondern auch eine Chance bietet, resiliente und attraktive Angebote zu entwickeln.