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Minister Wilke besucht Seniorenbeirat in Falkensee und Haus der Familie in Friesack

- Erschienen am 19.05.2026 - Presemitteilung 052/2026

Einsatz für Familien und Senioren: Sozialminister René Wilke hat am Rande der Kabinettssitzung innerhalb der Reihe „Kabinett vor Ort“ im Landkreis Havelland am heutigen Dienstag die IT-Gruppe des Seniorenbeirats Falkensee und den „Mut-mach-Club“ im Familienzentrum „Haus der Familie“ in Friesack besucht. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern informierte er sich über die Situation, über aktuelle Projekte sowie Probleme und Herausforderungen. Innerhalb der Reihe „Kabinett vor Ort“ tagen die Ministerinnen und Minister der Landesregierung regelmäßig in den Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs und informieren sich über die dortige Lage.

Die IT-Gruppe des Seniorenbeirats Falkensee wurde während der Corona-Pandemie als Reaktion auf die zunehmende Isolation vor allem älterer Menschen ins Leben gerufen. Dem Teamgedanken „Senioren helfen Senioren“ folgend, beraten Beiratsmitglieder andere ältere Menschen, die keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit digitalen Geräten oder dem Internet haben und führen sie behutsam, niedrigschwellig und kompetent in die IT-Welt ein.  

Sozialminister René Wilke: „Die Digitalisierung schreitet in geradezu schwindelerregendem Tempo voran. So gut und wichtig technischer Fortschritt ist – vielen, und gerade älteren Menschen, macht er auch Angst. Angst davor zurückzubleiben, von der Welt abgeschnitten zu sein. Die IT-Gruppe des Seniorenbeirats Falkensee ist ein tolles Beispiel dafür, wie man dieses Problem erfolgreich angehen kann. Ältere kümmern sich um Ältere, sorgen dafür, dass andere am technischen Fortschritt teilhaben können und Anschluss an Menschen finden, denen es ähnlich geht. Denn auch das bedeutet Teilhabe: Die eigenen Ängste zu überwinden und Angebote anzunehmen. Soziales Engagement geht uns alle an. Projekte wie hier in Falkensee stehen dafür beispielhaft. Denn sie sorgen dafür, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht nur eine Worthülse ist.“ 

Das Projekt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als Preisträger beim Wettbewerb „Digitale Fitness von Seniorinnen und Senioren im Land Brandenburg stärken“ und ist seit seiner Gründung Kooperationspartner sowie „Erfahrungsort“ des Digital-Pakts Alter, den das Bundesseniorenministerium und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) 2021 gemeinsam ins Leben gerufen haben.  

Die Stärkung der digitalen Teilhabe älterer Menschen ist eines der wesentlichen Handlungsfelder innerhalb der „Seniorenpolitischen Leitlinien“, mit denen die Landesregierung ein aktives, selbstbestimmtes und gesellschaftlich erfülltes Älterwerden fördert. Teil des dazugehörigen, ressortübergreifenden Maßnahmenpakets ist das Programm „DIGITAL FIT“, ein landesweites Angebot zur Weiterbildung der Brandenburgischen Seniorenbeiräte für die Stärkung ihrer digitalen Kompetenzen im Umgang mit Smartphone, Tablet & Co. Die Umsetzung und Fortschreibung der „Seniorenpolitischen Leitlinien“ ist im Koalitionsvertrag der Landesregierung verankert.  

Unter dem Titel „Mut(T)raum: Komm, wie du bist – geh, wer du sein willst (Mut-mach-Club)“ wird derzeit im „Haus der Familie“ ein Präventionsprojekt zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum Friesack umgesetzt. Es bietet ihnen einen geschützten Raum, um eigene Stärken zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und aktiv am sozialen Leben teilzunehmen. Ziel ist es, ein gelingendes Aufwachsen in all seinen Facetten nachhaltig zu fördern. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Stark vor Ort – Soziale Integration von armutsbedrohten Kindern und ihren Familien“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg gefördert. 

Sozialminister Wilke: „Kinder und Jugendliche sind Brandenburgs Zukunft, und sie sollen so aufwachsen können, dass ihnen alle Chancen im Leben offenstehen. Viel zu oft hängen diese aber von Faktoren ab, die sie nicht beeinflussen können – vom Geldbeutel der Eltern, von der Infrastruktur, vom wirtschaftlichen Erfolg der Region. Darum sind Projekte wie der ,Mut-mach-Club‘ so wichtig. Hier können sie Selbstvertrauen tanken und sich unter empathischer und kundiger Anleitung aufs Leben vorbereiten. So etwas müssen und werden wir als Landesregierung weiter unterstützen!“ 

Das Haus der Familie in Trägerschaft des Ländliche Erwachsenenbildung – Brandenburg e.V. (LEB) ist eines von aktuell 55 vom Land geförderten Familienzentren in Brandenburg, in denen Familien in schwierigen Lebenslagen, Schwangere, Alleinerziehende und Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen Beratung und Unterstützung bekommen. Familienzentren sind im Land Brandenburg an bestehende Mehrgenerationenhäuser, Eltern-Kind-Zentren, Kiez-Kitas und freie Träger angebunden. Das „Haus der Familie“ in Friesack wird vom MASGZ jährlich mit 40.000 Euro gefördert. Die Sicherung der Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung.